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Wasserballer holten sich den Pokal

Finsterwalder besiegten den Regionalligisten SV Brandenburg im Endspiel mit 6:5

Autor
ebe
 
Datum
08/12/1999
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichwort
wasserball

Wasserball. Am vergangenen Samstag wurde in Spremberg um den Wasserball-Landespokal gespielt. Die Finsterwalder Männer vom SV Neptun 08 haben ihn mit nach Hause genommen.

Dabei hatte alles erwartungsgemäß begonnen: Beide Top-Mannschaften des Landes, der Regionalligist SV Brandenburg und der Potsdamer OSC, gewannen, was es in den Vorrundenspielen zu gewinnen gab und machten Anstalten, den Turniersieg wie in den Jahren zuvor unter sich auszumachen.

Die Sängerstädter rutschten als Zweiter ihrer Gruppe noch in ein Halbfinale. Dort trafen sie auf die Potsdamer, und die einzigen, so schien es, die ihnen in dieser Begegnung etwas zutrauten, waren die Neptuner selbst. Das Team um Spielertrainer Jörg Gampe spielte frech auf, erarbeitete sich seine Torchancen und verteidigte hart und bissig, setzte dem Favoriten-Übermut des Gegners mannschaftliche Geschlossenheit entgegen.

So blieb das Spiel offen, spannend und kurios bis zur letzten Sekunde. Holger Dix verschoss zwei Vier-Meter-Strafwürfe, machte dafür aber zwei Tore von der Sieben-Meter-Linie (!), erzielte letztendlich sechs Treffer im gesamten Turnier. Christian Prager zwischen den Pfosten lehrte Torjägern das Verzweifeln, wenn sie vielleicht doch einmal an der bestens organisierten Abwehr um Jan Eckert und Christoph und Marcus Radlach vorbei kamen.

Kurzum, die Neptuner spielten sich in einen Rausch und betörten diejenigen, die jetzt am Beckenrand verfolgten, wie der Außenseiter die Havelstädter in die Verlängerung zwang und schließlich mit einem 7:5-Sieg ins Finale zog.

In jenem wartete nun die starke Truppe aus Brandenburg auf die Finsterwalder, die längst nichts mehr zu verlieren hatten. Es sollte ein aufregendes Endspiel werden, der SV Neptun ging schnell mit 3:0 in Front, verfiel jedoch zunehmend in Hektik und Unaufmerksamkeit. Der Gegner wusste das auszunutzen und kam heran (5:4).

Allein die Uhr lief zugunsten der Überraschungsmannschaft des Tages, und so rissen die Neptun-Männer mit der Schluss-Sirene dann auch die Arme hoch und jubelten. Man hatte den so genannten Goliath mit 6:5 Toren bezwungen und nahm Titel und Trophäe entgegen. Es bleibt die Hoffnung, dass die bevorstehende Meisterschaftssaison ähnlich erfolgreich verläuft.

Für den SV Neptun 08 spielten C. Prager, C. Radlach, M. Radlach, J. Eckert, M. Schulz, H. Dix, T. Krause, A. Bohmke, M. Ebertowski, M. Jaskulla, F. Formann, J. Gampe. Weitere Infos unterhttp://home.t-online.de/home/jaskulla oder auf der Internetseite des SV Neptun 08.