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Vierten Tabellenplatz erobert

Basketballer des SV Neptun 08 spielten zu Hause und holten sich Siege

Autor
André Engel
 
Datum
28/10/2004
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichwort
basketball
Foto/Abbildung
André Engel

Die Neptun 08-Basketballer konnten in ihren Heimspielen überzeugen.

Die Punktverteilung

Gegen Eisenhüttenstadt:

S. Böttcher 31, T. Delliehausen 15, A. Engel 13, G. Pilz 10, S. Kurzawa 8, K. Böhmchen 7, C. Butters 7, C. Brose, J. Ullrich, D. Kuttscher 0.

Gegen Fürstenwalde:

S. Böttcher 26, K. Böhmchen 18, G. Pilz 14, C. Butters 4, T. Delliehausen 4, A. Zeyßig 4, S. Kurzawa 2, A. Engel 2, C. Brose, J. Ullrich, D. Kuttscher 0.

Basketball. Heimvorteil bedeutet nicht nur, in vertrauter Umgebung zu spielen und, angefeuert vom zahlreichen Publikum, ein paar Prozent mehr Energie mobilisieren zu können. Heimvorteil bedeutet auch, dem Druck, des unbedingten Gewinnenmüssens, um das Publikum nicht zu enttäuschen, standzuhalten. Dieser Aufgabe stellten sich die Basketballspieler vom SV Neptun 08 am vergangenen Sonntag.

Im ersten Spiel gegen Eisenhüttenstadt begannen beide Mannschaften konzentriert. Besonders in der Verteidigung ließ man wenig Punkte zu. Besser mit dem Druck kam allerdings die Heimmannschaft klar. Nach zehn Minuten führten die Finsterwalder 15:8. Nach der Viertelpause hatten sich beide Teams gleichermaßen auf die Defensive des anderen eingestellt, sodass mehr Punkte fielen. Jedoch konnten die Neptun-Aktiven ihren Vorsprung verteidigen und gingen mit einer 37:29-Führung in die Kabine.

Im folgenden dritten Viertel jedoch erlaubten die Gäste den Sängerstädtern viele leichte Punkte unter dem Korb durch Torbjörn Delliehausen und den in diesem Viertel nicht zu stoppenden Stephan Böttcher, der allein in diesen zehn Minuten 16 Punkte erzielte. Danach war das Spiel bereits gelaufen. Den 73:49-Vorsprung verteidigten die Finsterwalder bis zum Spielende und gewannen schließlich verdient deutlich in einem sehr harten und aggressiven Spiel mit 91:74.

Im zweiten Spiel des Tages verloren die Eisenhüttenstädter ebenfalls recht deutlich mit 89:77 gegen den Oberliga-Absteiger aus Fürstenwalde. Damit war für die heimischen Finsterwalder klar, dass man im abschließenden Spiel des Turniers gewinnen musste, um mit den Fürstenwaldern in der Tabelle gleichzuziehen und ein ausgeglichenes Sieg-Niederlage-Verhältnis zu haben.

Von Beginn an versuchten die Fürstenwalder ihr Glück in einer Zonenverteidigung und gestatteten so Finsterwalder Korbjägern viele freie Würfe jenseits der Drei-Punkte-Linie. Die Taktik der Fürstenwalder verfehlte jedoch ihr Ziel, denn die heimischen Basketballer trafen in den ersten vier Spielminuten beinahe alles. Mit vier Dreiern von Gordon Pilz und Knut Böhmchen lag man schnell mit 14:2 in Front. Im Folgenden schwankte die Partie hin und her. Die Finsterwalder suchten ein ums andere Mal ihre großen Leute unter dem Korb, die an diesem Tage keine der beiden Mannschaften in den Griff bekam. Die Fürstenwalder suchten ebenfalls geschickt den Weg zum Korb und schlossen erfolgreich ab oder zogen Fouls und verwandelten die resultierenden Freiwürfe. Bis zur Halbzeit stand das Spiel permanent auf der Kippe, ohne dass sich jedoch ein Team Vorteile erspielen konnte. So gingen die Neptun-Korbjäger mit einer 43:32-Führung in die Kabine.

Das dritte Viertel dominierten, wie schon im ersten Spiel, die heimischen Basketballer. Erneut traf man die freien Würfe und legte in den ersten drei Minuten einen 10:4-Lauf, angetrieben von Knut Böhmchen, hin. Zu Beginn des Schlussabschnittes führte man scheinbar sicher mit 60:42. In der ersten Minute des letzten Viertels wurde der Vorsprung sogar auf 22 Punkte (66:44) ausgebaut. Doch dann zeigten die Fürstenwalder, warum sie im oberen Tabellendrittel stehen. Mit schnellen Angriffen und Drei-Punkt-Würfen suchten sie erfolgreich ihr Heil in der Offensive. Zugelassen wurde dies jedoch auch durch die nachlassende Konzentration seitens der Finsterwalder.

So lief bei ihnen auch in der Offensive nicht mehr viel zusammen. Jetzt zehrten sie von ihrem hohen Vorsprung. Bis eine Minute vor Spiel ende waren die Fürstenwalder wieder auf 74:61 ran. Geschickt spielten die heimischen Aktiven die Uhr herunter, kassierten aber auf der anderen Seite wieder und wieder schnelle Punkte. Letztendlich jedoch retteten sie, trotz insgesamt fünf erfolgreichen Dreiern des Gegners, den 74:69-Sieg ins Ziel. Damit rücken die Finsterwalder auf den vierten Tabellenplatz vor und stehen vor der Aufgabe, diesen am 14. November in Eisenhüttenstadt zu verteidigen.