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«Rudi» gibt das Tempo vor

18. Crinitzer Topflauf mit langen und kurzen Beinen / 206 Starter und ein Ehrengast

Autor
Heidrun Krüger
 
Datum
06/05/2005
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichworte
topflauf
laufen
Foto/Abbildung
Heidrun Krüger

Beliebt wie eh und je ist der Crinitzer Topflauf auch nach 18 Jahren. 206 Läufer und Wanderer waren diesmal am Start.

Laufsport. Einen ganz besonderen Gast hatten sich die Organisatoren der Crinitzer Grundschule am Wochenende für den 18. Topflauf eingeladen. Fred Steinigk, der Deutsche Meister im Bogenschießen und damit erfolgreichster Crinitzer Sportler, ließ es sich nicht nehmen, die 206 Läufer und Wanderer persönlich auf die Strecke zu schicken.

64 Läufer nahmen den 13-Kilometer-Kurs in Angriff, 42 starteten zur mittleren Strecke über 8,5 Kilometern und 62 Starter hatten immerhin drei Kilometer vor sich. Etwas gemächlicher gingen es 38 Wanderer an, die die Wälder rund um Crinitz durchquerten.

Die gut präparierten, crossartigen Strecken durch den Wald, die familiäre Stimmung, dazu die attraktiven Preise aus Keramik – genau das sind die Gründe, die den Crinitzer Topflauf nun schon seit 18 Jahren so beliebt machen. Marc Schulze, Geodäsie-Student aus Dresden zum Beispiel, zog es nun schon zum vierten Mal in Folge nach Crinitz – er gewann mit einem Riesen-Vorsprung den 8,5-Kilometer-Lauf. Dabei ist der 20-Jährige einer, der seine Liebe zum Laufen vergleichsweise spät entdeckt hat. „Ich habe erst vor vier Jahren angefangen, und einer meiner ersten Läufe war der Topflauf in Crinitz“, so Schulze im Ziel.

Viel früher fängt dagegen die Laufkarriere für den zweieinhalbjährigen Arne Wienigk an, der an Papas Seite die drei Kilometer zurücklegte und danach nicht wirklich aus der Puste zu sein schien. Die dreijährige Judith Wieczorek wollte mit ihrem großen Bruder mithalten und merkte, dass sich drei Kilometer bergauf und bergab mit den kurzen Beinen ganz schön in die Länge ziehen können. Mit noch kürzeren Beinen trat „Rudi“ an. Der Jack-Russel-Terrier-Rüde hielt locker mit seinen laufbegeisterten Besitzern Brunhilde und Reinhardt Lösche aus Elsterwerda mit. Für die beiden war es bereits der sechste Topflauf, „Rudi“ nahm zum ersten Mal die Verfolgung der schnellsten 8,5-Kilometer-Läufer auf und bestimmte bei den Lösches das Tempo.

Damit keiner buchstäblich auf der Strecke blieb, hatten sich die Veranstalter auch dieses Mal wieder der bewährten Unterstützung durch den „CB- und Notfunkverein Gerberstadt“ aus Doberlug-Kirchhain bedient. Die zehn Funker waren entlang der Strecke verteilt und zeigten allen Startern den rechten Weg. „Am Ende gehen wir noch die ganze Strecke ab und sammeln Müll auf, falls was liegen bleibt“, beschrieb Detlev Donath die Arbeit seiner Funker-Kollegen. Auch um Verletzte hätten sich die Funker gekümmert, was allerdings nicht notwendig wurde. Mit Getränken, Obst und Gegrilltem wurden die Läufer zudem durch die Kinder- und Jugendwohnstätte „Eichenhof“ aus Weißagk und durch die IKK versorgt. Für alle Erst- bis Drittplatzierten sowie als Tombola-Preise konnten die Veranstalter auch in diesem Jahr die beliebten Tonwaren, gesponsort von Töpfern des Töpfermarktes, anbieten.



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