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Winterlauf durch den Bergheider Schnee

Wienigk-Geschwister dominierten beim Lauf um den Bergheider See / Im Hauptrennen siegten Petra Theilemann (Bad Liebenwerda) und Martin Mittelstädt (Finsterwalde)

Autor
Torsten Pötzsch
 
Datum
14/03/2006
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichworte
lichterfeld
laufen
Foto/Abbildung
Torsten Pötzsch

99 Läufer mussten mit den harten Winterbedingungen beim Lauf um den Bergheider See fertig werden.

Lichterfeld. Schon richtig routiniert hob Lichterfelds Bürgermeister Ditmar Gurk am Samstag die Pistole und feuerte den Startschuss für den fünften Lauf um den Bergheider See – einen Elbe-Elster-Ranglistenlauf – gen Himmel. Die Witterungsbedingungen waren allerdings mehr als bescheiden, so dass es den 94 Läufern und fünf Walkern diesmal höchsten Respekt zu zollen galt.

„Natürlich erwarten wir jedes Jahr mehr Läufer. Wir haben unser Angebot auch um die Sparte Nordic-Walking erweitert, um noch mehr Freizeitsportler anzusprechen. Bei diesen Schneeverhältnissen können wir mit unserem Teilnehmerfeld trotzdem mehr als zufrieden sein“, sagte André Speri, einer der Organisatoren des Laufes. Er und sein Team wurden wieder nach Kräften von der örtlichen Jugendfeuerwehr, der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes und vom SV Blau-Weiß Lichterfeld unterstützt, denen er seinen besonderen Dank aussprach.

Die lange Strecke (13 Kilometer) wurde wegen der äußeren Bedingungen um einen Kilometer gekürzt, weil man die Sportler in dem leicht profilierten Gelände nicht zusätzlich gefährden wollte. Weiterhin standen 3- und 6-Kilometer-Distanzen zur Auswahl. Die Nordic Walker starteten fünf Minuten nach dem großen Feld. Übrigens, mit 53 Startern muteten sich die meisten Läufer den langen Kanten zu.

Unter ihnen war der Gröditzer Werner Brache mit 65 Jahren einer der Senioren im Feld. „Ein Jahr habe ich ausgelassen, sonst war ich hier immer am Start. Der Lauf hat was. Man sieht was und vor allem die Organisation und die Bedingungen hier auf dem Sportplatz sind immer top. Ein dickes Lob an die Veranstalter“, sagte er. «Ich hab es mir schlimmer vorgestellt. Es war ein bisschen glatt, doch immer noch machbar. Die Leute haben hier im Vorfeld gute Arbeit geleistet.»

Ebenfalls voll des Lobes ist der Finsterwalder Nordic-Walking-Trainer Steffen Zikoll gewesen. „Es war toll hier, für Nordic-Walker ist die Strecke wunderbar. Das Umfeld, die familiäre Atmosphäre fast ohne Leistungsdruck – gerade der älteren Generation oder Läufern, die verletzungsbedingt eine Alternative suchen, kann ich nur zu diesem Lauf raten. Ein Erlebnis.“

Doch auch bei diesem Ranglistenlauf zählten die Zeiten und Plätze. Bei den drei Kilometern siegte bei den Jungen/Männern der Gröbitzer Andreas Pohle und bei den Mädchen/Frauen Annett Raum aus Plessa. Wie schon in den Vorjahren wurden die sechs Kilometer von der Finsterwalder Familie Wienigk klar dominiert. Kolja holte sich den Sieg bei den Jungen und an seiner Schwester Astrid kam auch niemand vorbei. Insgesamt starteten sechs Mitglieder der Familie und mit dem kleinen Arne (dreieinhalb Jahre), der mit Vater Harry die drei Kilometer lief, stellten die Wienigks auch den jüngsten Läufer.

In der „Königsklasse“ über zwölf Kilometer siegte bei den Frauen die Bad Liebenwerdaerin Petra Theilemann und bei Männern der Finsterwalder Martin Mittelstädt. Alle Streckensieger bekamen als Preis einen ordentlichen, dicken Schlafsack, der locker auch die herrschenden Minusgrade wegsteckt.

Übrigens: Da man im vergangenen Jahr schon kein großes Glück mit dem Wetter hatte (2005 ging es ebenfalls über Schnee und Eis) denkt André Speri jetzt darüber nach, den Lauf wieder in den Herbst zu verlegen.



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