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Fest des Sports in Finsterwalde

Aus dem ganzen Kreis, aus Dresden, Köln, Kiel und sogar aus Polen kamen die Teilnehmer

Autor
Torsten Pötzsch
 
Datum
10/04/2006
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichworte
dutzend
laufen
Foto/Abbildung
Torsten Pötzsch

Die Marathonläufer schlängelten sich durch die Finsterwalder Innenstadt

„Fast wie eine Familie“ - Die meisten Teilnehmer begeistert vom Dutzend

Uwe Venske, Frankfurt/Oder:

Ich habe mich auf Duathlon spezialisiert und über das Internet vom Finsterwalder Dutzend erfahren. Heute war ich das erste Mal hier und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Es war zwar etwas anstrengend, besonders der Wind und die langen Geraden über die Felder, doch alles in allem war es eine runde Sache. Ein Lob auch an die Leute an den Verpflegungsstützpunkten.

Lars Homagk, Finsterwalde/ Leipzig, Sieger beim Marathon mit zwei Stunden und 56 Minuten:

Für mich lief alles optimal und die Organisation war wie immer top. Es war mein fünftes Dutzend, mein dritter Sieg beim Marathon, die Strecke war mir bekannt nur ein bisschen viel Wind heute.

Volker Altenkirch, Luckenwalde, Sieger beim Duathlon der Herren:

Ich bin heute das zweite Mal hier und trotz meines Sieges nicht ganz zufrieden. Besonders die Streckenführung durch die Stadt, die wir uns fast selbst suchen mussten, fand ich nicht optimal gelöst. Aus meiner Sicht gibt es hier zu viele Disziplinen, man sollte Schwerpunkte setzen.

Nicola Lienert, Berlin, Siegerin beim Duathlon der Frauen:

Ich bin heute das erste Mal hier gewesen, staune über mich selbst, da ich sonst Triathlon mache, ich habe gesiegt. Die Strecke war anspruchsvoll. aber landschaftlich schön und an den Verpflegungsstützpunkten herrschte eine herzliche und fast schon familiäre Stimmung.

Werner Mudlack (71), Finsterwalde, Halbmarathon:

Ich laufe ja erst seit 1992 und heute bin ich 2:40 gerannt - eine gute Zeit für mich. Es hat Spaß gemacht, ein tolles Gemeinschaftserlebnis.

Harald Petersen (62), Kiel:

Deutscher Meister im 24-Stunden-Lauf. Er lief in Finsterwalde seinen 180. Marathon und dazu kommen noch 30 Ultra-Marathon mit mehr als 42 Kilometer. Er startete schon bei allen großen Läufen diese Welt, in New York, Boston. Berlin, Hawaii: „Es war ein super Lauf hier. Das Wetter, die Organisation, die Stimmung - hier hat alles gestimmt und ich komme mit meiner Truppe, insgesamt zwölf Männer und Frauen, immer wieder gern her.“

Finsterwalde. Es war Schlag 14 Uhr, als der letzte Trompetenton von Egon Schmitt im Finsterwalder Stadion des Friedens am Sonnabend verhallte, da gab Christian Homagk, der Erfinder des Finsterwalder Dutzends, den Startschuss für die mittlerweile 11. Veranstaltung. 426 Teilnehmer machten sich die Strecke und versuchten sich an drei , fünf , zehn Kilometer, den Halbmarathon, den Marathon und dem Cross-Duathlon (zehn Kilometer laufen, 42,5 Kilometer Fahrrad fahren, fünf Kilometer laufen).

Laufen, radeln, walken - alles war möglich, das Wetter war wie bestellt und die Laune unter den Teilnehmern bestens. „Vor 14 Tagen hatten wir erst 20 Anmeldungen“, so Christian Homagk, „da war uns schon etwas anders, da das Dutzend einen riesigen Organisationsaufwand erfordert. Dass es jetzt über 400 geworden sind, gut 40 Läufer sich sogar für den Marathon entschieden haben, das stellt uns eigentlich zufrieden.“

Zufrieden war auch die Vorsitzende des ausrichtenden Vereins, Neptun 08, Renate Engel. Sie saß mit im Organisationsbüro und versuchte mit ihrem Team, Ordnung in das Anmeldungsgedrängel zu bringen, was den Damen auch hervorragend gelang. Am Start waren Teilnehmer aus ganz Deutschland, das Dutzend hat in der Läuferszene sich einen guten Namen erarbeitet und so kamen die Teilnehmer aus Dresden, Köln, Kiel - aus allen Himmelsrichtungen, und sogar ein polnischer Starter fand den Weg nach Finsterwalde. Ein kleines Verkehrschaos gab es in der Innenstadt, als der Pulk sich in Richtung Schacksdorf in Bewegung setzte. Die Sicherheitsposten hatten aber alles gut im Griff, es kam zu keinen Konflikten zwischen Autos und Läufern. Die Autofahrer nahmen auf der Strecke, dort wo sie nicht durch Wald und Flur ging, sehr viel Rücksicht.

In Schacksdorf ging es das erste Mal in den Wald und hier zeigte sich der wahre Charakter des Dutzends. Es ist ein Cross-Marathon, da ging es eben vorwiegend über Stock und Stein, durch weichen Sand, über Wurzeln hinweg oder lange Strecken über endlos scheinende Felder. „Es war nicht das Gelände, es waren nicht die Steigungen, es war vor allem der Wind, der heute viel Kraft gefressen hat“, so viele der ganz zähen Läufer und Läuferinnen, die sich auf die lange Strecke begeben hatten. Obwohl es sich um einen Rundkurs handelte, der Wind schien immer den Läufern ins Gesicht zu blasen, und das nicht zu knapp.

In Lichterfeld, nach der ersten Waldstrecke, wartete Familie Speri mit der ersten Verpflegung. Stilles Wasser, frisches Obst, ein paar Kekse - Speris hatten alle Hände voll zu tun, da dass Feld noch ziemlich dicht gedrängt war. Das änderte sich schnell in Richtung Lieskau, ging es doch hier zum höchsten Punkt des Dutzends, 144 Meter NN, und den erklomm Karsten Sörensen als Erster. Der Lohn für die frühen Mühen, ein Pokal für den Gipfelstürmer aus den Händen des Lieskaucr Ortsbürgermeisters Jünigk. In Tanneberg gab es dann erstmals eine Zuschauerkulisse, auf die Straße hatten die Kinder Durchhalte- und Begrüßungsparolen geschrieben und für die Läufer gab es auch die ersten Kohlenhydrate in Form von leckerem Vanillepudding. Überhaupt, Sprüche gab es reichlich auf der Strecke: „Heiter weiter“, „Haltet durch“, „Ihr seid Spitze“ und der mit Sehnsucht erwartete Spruch „Noch tausend Schritte bis zum Ziel“.

Es fehlte nicht an Begeisterung und Motivation von außen. In den Dörfern ließen die Leute kurze Zeit ihr Tagwerk liegen, winkten den Sportlern zu, die Stimmung war prächtig, doch mit zunehmender Kilometerzahl setzte dann doch die Einsamkeit des Langstreckenläufers ein, mit dem festen Willen, diese Strapaze durchzuhalten.

„Ich denke“, so Christian Homagk, „wir haben hier heute wieder eine ganz gute Veranstaltung auf die Beine stellen können. Die Läufer sind überwiegend zufrieden und ich. freue mich, dass uns doch noch viele aufgesucht haben. Mein Lob geht aber auch an die vielen Streckenposten und Verpflegungsstützpunkte, das hat alles prima geklappt und irgendwie ist das für uns als Verein auch immer eine große Gemeinschaftsübung.“

Die Sonne drohte schon hinter den Bäumen der Bürgerheide zu verschwinden, da waren einige Läufer immer noch auf der Strecke. Doch im Organisationszentrum an der Förderschule wurde wacker durchgehalten Jeder Läufer bekam seinen Zielapplaus und zwischendurch gab immer wieder Siegerehrungen die einzelnen Disziplinen. Jeder Läufer bekam beim Zieleinlauf auch noch ein kleines Erinnerungspräsent, so bleibt das 11. Finsterwalder Dutzend für alle ein unvergessliches Sporterlebnis. Übrigens, das Dutzend wird in zwei Jahren, am 12. April 2008 dann endgültig voll gemacht.



Verwandte Protokolle

12/04/2008
das finsterwalder dutzend 08
vorläufiges Protokoll vom 12. Dutzend


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