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Panne, Sturz und Krampf getrotzt

Zahlreicher Medaillen-Lohn für große Neptun-Mannschaft

Autor
Christian Homagk
 
Datum
22/04/2002
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichworte
duathlon lm
triathlon
Foto/Abbildung
Christian Homagk

Einmal Landes-Gold und ein Dutzend Silber- und Bronzemedaillen erstritten diese jungen Ausdauersport-Mehrkämpfer bei ihren ersten Brandenburg-Meisterschaften des Jahres auf dem Waldring bei Kolkwitz.

Weitere Medaillenerfolge

Mannschaft:

Silber: TW 14./15 Madien Weps, Christin Stahn, Maria Wagner / TW 12/13 Josephine Gampe, Astrid Wienigk, Sylvia Stahn

Bronze: TM 14/15 Tommy Richter, Alexander Fritze, Nico Kuhn / TM 12/13 Franz Löschke, Johannes Döhr, Paul Löschke.

Einzel:

Gold: TW 11 Lisa Mehr

Silber: TW 17 Claudia Roth / TW 14 Madlen Weps / TW 11 Jennifer Karg / TM 11 Hardy Wienigk / TM 9-7 Kolja Wienigk

Bronze: TW 15 Christin Stahn / TW 14 Maria Wagner / TW 13 Sylvia Stahn / TM 14 Alexander Fritze / TM 11 Robert Beitsch / TM 9-7 Andy Wienigk

Triathlon. Bei herzhaftem Einsatz in Wettkämpfen bleiben Sport- “Unglücke “ nicht aus. “Ein Prachtkerl “ ist, wer ihnen trotzt. Nico (Panne), Astrid (Sturz) und Maria (Krampf) innerhalb der 30-köpfigen (!) Finsterwalder Mehrkämpfer-Mannschaften wurden bei den Duathlon-Landesmeisterschaften damit fertig, sie überwanden die Folgen von Material- oder Körperschwäche und strahlten, als ihnen für ihr Weiterkämpfen ersehnter Lohn in Form von Brandenburg-Mannschaftsmedaillen wurde.

Achtmal standen “Neptun 08 “ -Trios auf dem Siegerpodest am Waldring im Kolkwitzer Forst. Als Jüngste strahlten Loris Gampe, Andy und Kolja Wienigk über ihr “Gold “ . Hardy Wienigk, Robert Beitsch und Paul Reichelt wurden nach kräftezehrendem Dreikampf als Landesbeste B-Kinder 2002 geehrt. Überrascht waren die B-Mädchen von ihrem Erfolg: Für Lisa Behr aus Oppelhain und die Karg-Zwillinge Jennifer und Julia aus Doberlug war die Einladung erst vier Tage vorher nach einer Probe in Doberlug-Kirchhain ausgesprochen worden, und gleich Landes-Gold! Dass sie gegen die Cottbuser Gastgeber bestanden und die Wettkampfprüfung gut überstanden, hat ihnen und ihren Begleitern Freude gemacht. Rund 20 Minuten hatten sie zu kämpfen gehabt.

Ungleich schwerer fiel den Junioren der Erfolg. Nora Sickora (Einzel-Zweite), Patrick Pietzsch (3.) und Titelverteidiger Martin Wagner (1.) verwiesen nach 5km Lauf, 20km Radfahren und 2,5km Lauf das Jungmänner-Trio vom Fürstenwalder Triathlon-Verein auf den Ehrenplatz. Dabei zeigte sich Martin mit 59:22 Minuten für den Start bei den Deutschen Meisterschaften (sieben Tage später weit im Westen) bestens gewappnet. Seinem Freund und stärksten Widerpart Tobias Nauendorf vom OSC Potsdam nahm er genau eine Minute ab.

Einen packenden Zielsprint lieferte Patrick Pietzsch dem Dauer-Gegner Marcel Müller von New Line Potsdam. Schon beim Rad-Rasen hatten sie sich belauert. Auf den letzten Lauf-Metern war dann unser Mann diesmal der Glücklichere.

Ähnlich erfreuten der Kampfgeist und die Athletik bei der Jugend-A-Entscheidung. Martin Mittelstädt und der Cottbuser Tobias Krisa ­ beide im Vorjahr in einer Brandenburger Mannschaft Gewinner einer “deutschen Medaille “ ­ wiederholten ihren zähen Streit vom “Sängerstadt-Duathlon “ . Der Nationalkader vom TSV Cottbus, ein Jahr älter, wies auch diesmal Martins Versuch ab. Aber wie der Jüngere gegenhielt ­ das war schon Klasse und weckt Hoffnungen für den Mannschaftswettbewerb bei den “Deutschen “ . Denn auch die nachfolgenden Martin Höfner und Marcel Mendritzki aus Potsdam gaben eine gute Figur ab. Für 48:23 Minuten erhielt “unser kleiner Martin “ Einzel-Gold der Sechzehnjährigen. Gratulation dafür!

Sieben Jahre jünger, scheint Suse Werner ebenso (sportlich positiv) streitsüchtig zu werden. Sie mischte sich unter die starken Jungs und rannte, fuhr und rannte, dass es eine Freude war. Vati und Bruder gratulierten genauso herzlich, wie es auch lauthals die Finsterwalder Aktiven- und Helferschar tat. Mit zehn Autos hatte diese eine richtige Wagenburg am Streckenrand erbaut. Aus der auch Hoffnung und Frohsinn erschallten, als Franz Löschke gegen zahlreiche Gegnerschaft erneut Schülermeister wurde. Seinen großen Lauf-Vorsprung büßte er bei der 10-km-Radfahrt zwar ein, besiegte aber seine Sorge, seine Schwäche und die Potsdamer Passler und Gollnick noch deutlich.

Nur zwei der vielen Finsterwalder blieben ohne Medaillen-Lohn. Neunmal Erster, achtmal Zweiter, neunmal Dritter ­ das ist ein wahrhaft beeindruckendes Ergebnis!



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