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Baumängel verzögern Schwimmhallenreko

Geplanter Übergabetermin ist nicht zu halten

Autor
Dieter Babbe
 
Datum
05/08/2004
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichwort
schwimmhalle
Foto/Abbildung
Dieter Babbe

Minsterin Richstein an der Schwimmhalle.

Finsterwalde. Das Finsterwalder Schwimmbad wird nicht wie geplant rechtzeitig Ende September fertig. «Baumängel am Sichtbeton» haben die Arbeiten inzwischen erheblich verzögert, hieß es gestern im Schloss. Dabei ist die Stadt gegenwärtig noch mit der zuständigen Baufirma darüber im Streit, ob der Schaden anerkannt und wie er behoben werden soll.

Die betonierten Außenplatten weisen unterschiedliche Farbtöne auf. Das habe ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten als einen «erheblichen Qualitätsmangel» bezeichnet, so gestern Bürgermeister Johannes Wohmann – was die Firma aber in dem Maße nicht akzeptiere. Die Stadt erwarte, dass die Baufirma kommenden Montag der Stadt mitteile, wie der Schaden behoben werde – «ich will nicht hoffen, dass es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt». Offen ist, ob die vier betreffenden Betonplatten lediglich abgeschliffen oder gar völlig ausgewechselt werden müssen. «Bevor dieser Qualitätsmangel nicht behoben ist, können die Arbeiten im Inneren nicht fortgesetzt werden, auch Wasser kann noch nicht in die Becken», so Wohmann. Inzwischen habe auch die bereits informierte Fördermittelstelle signalisiert, den Schaden am Sichtbeton als Qualitätsmangel anzuerkennen und einer Verlängerung der Bauzeit zugestimmt. Der Bürgermeister rechnet mit einer Verzögerung der Übergabe der Schwimmhalle von «mindestens vier Wochen». Kommenden Dienstag werden die Stadtverordneten im städtischen Wirtschaftsausschuss über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und auch der Gespräche mit der Baufirma informiert.

Informiert wurde über den Sachstand gestern auch Barbara Richstein, Brandenburgs Justiz- und Europaministerin – die der Bürgermeister zu einem Spaziergang durch die Stadt einlud. Halts gab es neben der Schwimmhalle auch im Stadion, das mit erheblichen Mitteln aus dem ZiS-Programm rekonstruiert wurde. Abschließend lud der Bürgermeister die Ministerin zum Kaffee in die neue Gaststätte in der Marktpassage ein. Vom Richtstein-Besuch bei der Elbe-Elster-Polizei in der Ackerstraße berichten wir noch.



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