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Zwölftausend Schritte nur im Wald

Autor
Christian Homagk
 
Datum
14/10/1999
 
Quelle
Lausitzer Rundschau
 
Stichworte
schoenborn
laufen

Schönborn. Es war eine erholsame Anstrengung. Beim „Glashüttenlauf“ rannte der 65-jährige Horst Linke (Duathlet im SV Neptun 08) zwölftausend Schritte „nur durch dem Busch“ und empfand das als sehr angenehm.

Sechs Tage zuvor hatte er den Berlin-Marathon bestritten, ihn nach 3:41 Stunden auf Platz 6567 gestoppt und danach lange den Riesentrubel, den Asphalt und „Stadt, Stadt, Stadt“ im Sinn. Hier in Schönborn genoss er die Waldeinsamkeit mit dem überschaubaren Teilnehmerfeld. „Bäume, Bäume, Bäume“, Hochsitze, riesige Holzstapel, auch mal Pfützen waren für Auge und Füße ein erstrebter Ausgleich. Nach 46:45 Minuten beendete der zähe Senior den Natur-Lauf mit seinem Hügelan und -ab und langen Geraden auf federnden Waldwegen. Um ihn Langstreckenläuferinnen und -läufer zwischen 16 und 76.

Stärkste Damen waren diesmal Karen Andresen (43:11) und Konstanze Zinke (ebenfalls SV Neptun 08). Stärkste Herren Stefan Mexara (35:25) und Thorsten Grandke, zwei Mehrkämpfer aus der Hauptstadt.

Horst Linkes Marathon-Kollege Markus Kniesche hatte mit Freunden von den „Tri-Schnecken Schönborn“ und von der örtlichen Feuerwehr diese sehr schönen Landschaftsstrecken ausgesucht. Vom Sportplatz aus lagen sie im Südwesten Richtung Prestewitz. Auch für das anschließende Duathlon-Radrennen hatten sie über Lindena, Rückersdorf, Gruhno bis Schadewitz einen bestens befahrbaren Kurs gefunden. Helfer vom TSV Doberlug und aus Finsterwalde hatten sie unterstützt. In der Teilnehmerschar fiel Familiäres auf: Die sechsjährige Suse Werner aus Finsterwalde bremste ihren Vati diesmal noch, ließ ihn nur fünf Kilometer laufen. Die Delliehausens aus Finsterwalde kümmerten sich um Posten-Positionen, um Kuchen, Kaffee und Tombola. Die Wienigks aus Breitenau rannten zu Viert allesamt fünf Kilometer mit, und die Keilwagens aus Rückersdorf sammelten die meisten Familien-Kilometer, selbstverständlich in der „ordentlichen Leistungsfolge“ Vater-Mutter-Kind.

Ohne Einheimische

Verwundert waren die vielen Gäste Schönborns, dass Einheimische nicht mitmachten, offenbar nicht mal die Schuljugend zum Mitlaufen aufgefordert worden war. In der Elbe-Elster-Jahresserie erwarben sich diesmal die höchsten Punktwerte:

Damen: Sabine Rudo (17) Finsterwalde, 24 für 23:06 Minuten (5 km), Petra Keilwagen (40) Rückersdorf, 24 für 65:03 Minuten (10 km), Adelheid Steinberg (42) Herzberg, 25 für 55:42 Minuten (10 km);

Herren: 75-79 Paul Durach (76) Kirchhain, 25 für 67:02 Minuten; 65-69 Werner Mudlack (65) Finsterwalde, 24 für 59:32; 60-64 Günter Müller (61) Massen, 25 für 53:31; 55-59 Rudi Lehmann (58) Finsterwalde, 25 für 54:53; 50-54 Jörg Schulz (50) Hennersdorf, 25 für 54:28; 45-49 Roland Baatz (45) Finsterwalde, für 45:49; 40-44 Frank Thiemig (43) Kraupa, 25 für 39:48; 35-39 Meik Mittag (35) Zürchel, 25 für 40:06; 18-24 Marco Firneis (20) Finsterwalde, 25 für 36:56; 17 und jünger Mark Andresen (17) Finsterwalde, 25 für 39:37 Minuten (jeweils 10 km).



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